Ultrazid - mittels Ultraschall-UV-Technologie im Prozesswasser nachweisbare PBSM abzubauen
Entwicklung und Implementierung eines Verfahrens zum Abbau von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln (PBSM) aus Abwässern mittels kombinierter Ultraschall-UV-Technologie am Beispiel einer Schwemm-Sortieranlage (Ultrazid).

Apfelwaschwasser ist hoch belastet
Der anthropogene Eintrag von PBSM in Abwasser, Grund- und Oberflächenwasser birgt ein nachhaltiges Gefährdungspotential für den Menschen und seine Umwelt. Viele der heutigen Kläranlagen wurden für den Abbau von PBSM nicht ausgelegt und auch nicht optimiert, so dass die Stoffe mit dem gereinigten Abwasser in die Fließgewässer gelangen. Um die Abwasserfracht in den Kläranlagen zu reduzieren und deren Effizienz zu steigern, müssen PBSM schon an der Quelle eliminiert werden.
PBSM können insbesondere bei der sog. Schwemm-Sortierung von Obst und Gemüse über das Prozesswasser in die Kanalisation eingetragen werden. Im Mittelpunkt des Projektvorhabens steht vor diesem Hintergrund die Entwicklung einer
kombinierten Ultraschall-UV-Technologie, die die im Prozesswasser nachweisbaren PBSM vollständig abbaut und sich dabei durch geringe Anschaffungs- und Betriebskosten auszeichnet. Das aufbereitete Prozesswasser soll wiederverwendet und auf diese Weise ein signifikantes, bisher nicht genutztes Wassereinsparpotential erschlossen werden. Das Projektvorhaben positioniert sich damit an der Schnittstelle
zwischen Gewässerschutz, Landwirtschaft und Schutz der Bevölkerung.

Toxische Blaualgen auf dem Vormarsch - HAP erhält Forschungsauftrag